Viele Einsatzkräfte und Veteranen berichten nach ihrer Rückkehr nicht nur von Angst oder klassischen PTBS-Symptomen.
Sondern von etwas Tieferem.
Moral Injury (moralische Verletzung) beschreibt die psychische Belastung, die entsteht, wenn Menschen im Einsatz:
– gegen eigene moralische Überzeugungen handeln mussten
– nicht eingreifen konnten
– oder Entscheidungen treffen mussten, die schwerwiegende Folgen hatten
Im Unterschied zur PTBS steht hier nicht primär Angst im Vordergrund, sondern:
→ Schuldgefühle
→ Scham
→ innere Konflikte
→ ein erschüttertes Selbstbild
Typische Gedanken können sein:
„Ich hätte anders handeln müssen.“
„Ich habe versagt.“
„Ich erkenne mich selbst nicht mehr.“
Diese Reaktionen sind keine persönliche Schwäche, sondern nachvollziehbare Folgen extremer Belastungssituationen.
Verstehen ist ein erster Schritt, um Erlebtes einordnen zu können.